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Arbeitsvertrag prüfen, ohne ihn irgendwo hochzuladen

Füg den Text deines Arbeitsvertrags ein und du siehst, welche der bekannten Klauselarten darin vorkommen und was sie bedeuten. Die Prüfung läuft vollständig in deinem Browser. Der Vertrag verlässt dein Gerät nicht.

Wichtig: Diese Seite ist keine Rechtsberatung und darf keine sein. Sie erkennt bekannte Textmuster und erklärt sie allgemein. Ob eine Klausel in deinem Vertrag wirksam ist, beurteilen die Anwaltschaft und der Rechtsschutz von Gewerkschaften.
🔒 Kein Upload, kein Server 🚦 Ampel je Klausel 📄 Zum Ausdrucken geeignet

Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, keine Speicherung. Der eingefügte Text bleibt in diesem Tab.

Warum ohne Upload

Ein Arbeitsvertrag enthält deinen Namen, deine Adresse, dein Gehalt und den Namen deines Arbeitgebers. Die meisten Prüfdienste im Netz verlangen genau dafür einen Upload und ein Konto.

  • iDer Text wird von JavaScript in deinem Browser gelesen. Es geht keine Anfrage an einen Server.
  • iEs gibt nichts zu speichern, weil nichts ankommt. Beim Schließen des Tabs ist der Text weg.
  • iWer ganz sichergehen will, schwärzt Namen und Adressen vorher im kopierten Text.
Der Check

Vertragstext einfügen

Kopier den Text deines Arbeitsvertrags in das Feld. Die Klausel-Erkennung läuft beim Tippen mit, du musst nichts abschicken.

0 Zeichen

Der Text bleibt in deinem Browser. Er wird nicht gesendet, nicht gespeichert und nicht weiterverarbeitet. Ein Konto brauchst du nicht.

Wer ganz sichergehen will, schwärzt Namen, Adressen und Personalnummern vorher im kopierten Text. Für die Erkennung der Klauseln spielt das keine Rolle.

Zur Einordnung

Die häufigsten Klauselarten und was sie bedeuten

Sieben Textbausteine, die in fast jedem Arbeitsvertrag auftauchen. Wer weiß, wofür sie da sind, liest den eigenen Vertrag anders.

Probezeit

Die Probezeit ist keine rechtsfreie Zeit, sondern vor allem eine Zeit mit kürzerer Kündigungsfrist. In den ersten sechs Monaten kann das Arbeitsverhältnis mit zwei Wochen Frist beendet werden, wenn der Vertrag eine Probezeit vorsieht. § 622 Abs. 3 BGB begrenzt dabei nicht die Probezeit selbst, sondern nur diese verkürzte Frist: Sie gilt längstens sechs Monate. Eine längere Probezeit ist also möglich, nach sechs Monaten gilt dann die reguläre Kündigungsfrist. Bei einem befristeten Vertrag kommt § 15 Abs. 3 TzBfG dazu. Steht im Vertrag eine längere Probezeit, lohnt die Nachfrage. Dazu kommt ein zweiter Zusammenhang, der oft übersehen wird: Der allgemeine Kündigungsschutz greift in Betrieben ab einer bestimmten Größe erst nach sechs Monaten, unabhängig davon, was der Vertrag Probezeit nennt.

Kündigungsfristen

Der Vertrag darf die gesetzlichen Fristen verlängern, aber nicht beliebig verteilen. Der Grundsatz steht in § 622 Abs. 6 BGB: Für die Kündigung durch dich darf keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber. Genau diesen Fall sucht der Check oben. Steht für dich eine längere Frist als für den Betrieb, ist das ein Punkt zum Ansprechen. Wenn im Vertrag gar nichts steht, gilt die gesetzliche Frist. Wie sie sich mit der Betriebszugehörigkeit verlängert, steht im Kündigungsfrist-Rechner.

Überstunden-Abgeltung

Der Satz „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" soll Mehrarbeit unbezahlt lassen. Das Bundesarbeitsgericht verlangt aber, dass beim Unterschreiben erkennbar ist, worauf man sich einlässt. Ohne Obergrenze bleibt offen, ob zehn oder hundert Stunden gemeint sind. Der Check markiert eine solche Klausel deshalb, wenn im selben Satz keine Höchstgrenze steht. Unabhängig davon gilt: Wer seine Stunden nicht dokumentiert, kann später nichts belegen. Was dabei zusammenkommt, zeigt der Überstunden-Rechner.

Ausschlussfristen

Die Ausschlussfrist, auch Verfallklausel genannt, ist die Klausel mit der größten Wirkung und dem unauffälligsten Namen. Sie legt fest, in welcher Zeit Ansprüche geltend gemacht werden müssen, sonst verfallen sie. Betroffen sind die Dinge, an die man zuletzt denkt: bezahlte Überstunden, Zuschläge, die Abgeltung von Resturlaub. Drei Monate gelten als üblicher Mindeststandard, kürzere Fristen sind ungewöhnlich. Der Check markiert eine Frist unter drei Monaten deshalb rot und eine dreimonatige Frist gelb, damit sie überhaupt bemerkt wird.

Wettbewerbsverbot

Während des Arbeitsverhältnisses ist Wettbewerb ohnehin untersagt. Interessant ist die Klausel, die auch danach gilt, das nachvertragliche Wettbewerbsverbot. Es hat einen Preis: Nach § 74 Abs. 2 HGB ist es nur verbindlich, wenn der Arbeitgeber für die Dauer des Verbots eine Karenzentschädigung von mindestens der Hälfte der zuletzt bezogenen Leistungen zusagt. Fehlt diese Zusage im Vertrag, markiert der Check das. Was daraus folgt, ist allerdings kein Automatismus und gehört geprüft.

Rückzahlungsklauseln für Fortbildungen

Der Betrieb zahlt eine Weiterbildung und will das Geld zurück, wenn man kurz danach kündigt. Das ist zulässig, aber nicht in jeder Form. Entscheidend sind zwei Dinge: wie lange die Bindung dauert und ob der Rückzahlungsbetrag mit jedem Monat im Betrieb kleiner wird. Eine Klausel, die nach zwei Jahren noch die volle Summe verlangt, steht auf wackligen Beinen. Der Check meldet solche Klauseln als Punkt zum Nachlesen, die Bewertung der Staffelung gehört in eine Beratung.

Versetzungsvorbehalt

Der Versetzungsvorbehalt erlaubt es, dir eine andere Tätigkeit oder einen anderen Ort zuzuweisen. Ein Stück weit steckt dieses Recht ohnehin im Weisungsrecht. Weit gefasste Klauseln gehen darüber hinaus, etwa mit der Formulierung, du könnest bundesweit eingesetzt werden. Das ist nicht automatisch unwirksam, verändert aber deine Planung: Arbeitsweg, Kinderbetreuung, Pendelzeit. Vor der Unterschrift ist das eine Frage, keine Rechtsfrage.

Ehrlich gesagt

Was dieser Check kann und was nicht

Ein Mustervergleich ist nützlich und begrenzt zugleich. Beides gehört auf den Tisch.

Er findet bekannte Formulierungen

Der Check kennt die Textmuster, die in Arbeitsverträgen immer wieder vorkommen, und zeigt sie mit einer Einordnung an.

🔍

Er meldet, was fehlt

Wenn Gehalt, Urlaub, Arbeitszeit oder Kündigungsfrist im Text gar nicht auftauchen, sagt er das ausdrücklich.

⚠️

Er übersieht ungewohnte Formulierungen

Wer dieselbe Klausel anders formuliert, taucht in der Liste nicht auf. Eine leere Liste ist kein Freispruch.

⚖️

Er beurteilt keinen Einzelfall

Ob eine Klausel im Zusammenhang deines Vertrags wirksam ist, hängt von mehr ab als vom Wortlaut. Das ist Sache einer rechtsberatenden Stelle.

Wenn die Unterschrift ansteht: Ein Vertrag muss nicht am selben Tag unterschrieben werden. Es ist üblich und in Ordnung, um ein paar Tage zum Lesen zu bitten. Wer rote Punkte im Check hat, nimmt diese Tage am besten für ein Beratungsgespräch.
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Verlinken und ausdrucken ausdrücklich erwünscht

Wenn Sie in einer Beratungsstelle, einem Betriebs oder Personalrat, einer Erwerbslosenberatung, einem Sozialverband oder einer gewerkschaftlichen Ortsgruppe arbeiten: Sie dürfen diese Seite verlinken, ausdrucken, kopieren und in Ihre Sprechstunde legen. Es braucht dafür keine Rückfrage und keine Genehmigung.

Für die Sprechstunde ist der Punkt ohne Upload praktisch: Die Ratsuchenden können den Text am eigenen Gerät einfügen, ohne dass Vertragsdaten irgendwo landen. Die Fragen zur Weitergabe, zu den Daten und zur Abgrenzung von der Rechtsberatung sind auf der Seite für Beratungsstellen vollständig beantwortet.

Die Adresse zum Verlinken lautet https://jobchamp.app/arbeitsvertrag-check/. Wenn Ihnen etwas auffällt, das fachlich schief steht, schreiben Sie uns über die Adresse im Impressum. Korrekturen an dieser Seite sind uns lieber als eine schöne Seite mit einem Fehler darin.

Häufige Fragen

Fragen zum Vertrags-Check

Wird mein Arbeitsvertrag hochgeladen oder gespeichert?

Nein. Die Klausel-Erkennung auf dieser Seite läuft vollständig in deinem Browser. Der eingefügte Text wird nicht an einen Server geschickt, nicht gespeichert und nicht ausgewertet. Mit dem Schließen des Tabs ist er weg. Ein Konto brauchst du dafür nicht.

Was prüft dieser Check genau?

Er sucht im eingefügten Text nach bekannten Klausel-Mustern: Probezeit, Kündigungsfristen, pauschale Überstunden-Abgeltung, Ausschlussfristen, nachvertragliches Wettbewerbsverbot, Rückzahlungsklauseln für Fortbildungen, Versetzungs- und Widerrufsvorbehalte, Vertragsstrafen und Verschwiegenheitspflichten. Zusätzlich meldet er, wenn Gehalt, Urlaub, Arbeitszeit oder Kündigungsfrist gar nicht auftauchen. Es ist ein Mustervergleich, keine inhaltliche Prüfung deines Einzelfalls.

Ist eine Probezeit von sechs Monaten erlaubt?

Ja, und eine längere ist ebenfalls möglich. § 622 Abs. 3 BGB setzt keine Höchstdauer für die Probezeit, sondern knüpft nur die verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen an längstens sechs Monate. Nach sechs Monaten gilt wieder die reguläre Kündigungsfrist. Bei befristeten Verträgen kommt § 15 Abs. 3 TzBfG dazu. Der Check markiert eine längere Probezeit deshalb als Punkt zum Klären, nicht als Fehler. Wie das in deinem Vertrag zusammenspielt, beurteilt eine rechtsberatende Stelle.

Was bedeutet der Satz, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind?

Er soll bewirken, dass geleistete Mehrarbeit nicht zusätzlich bezahlt wird. Das Bundesarbeitsgericht verlangt aber, dass beim Unterschreiben erkennbar ist, wie viel Mehrarbeit damit gemeint ist. Fehlt jede Obergrenze, ist häufig unklar, worauf man sich eingelassen hat. Der Check markiert eine solche Klausel deshalb, wenn keine Höchstgrenze im selben Satz steht. Dokumentiere deine Stunden unabhängig davon.

Was ist eine Ausschlussfrist im Arbeitsvertrag?

Eine Ausschlussfrist, auch Verfallklausel genannt, gibt vor, innerhalb welcher Zeit Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden müssen. Wer die Frist verstreichen lässt, verliert den Anspruch, auch wenn er bestand. Drei Monate gelten als der übliche Mindeststandard, kürzere Fristen sind ungewöhnlich. Betroffen sind typischerweise Überstunden, Zuschläge und die Abgeltung von Resturlaub.

Was passiert, wenn eine Klausel unwirksam ist?

In aller Regel bleibt der Vertrag im Übrigen bestehen und an die Stelle der unwirksamen Klausel tritt die gesetzliche Regelung. Der Vertrag fällt also nicht als Ganzes weg. Ob eine bestimmte Klausel unwirksam ist, hängt vom Wortlaut, vom Zusammenhang und von der Rechtsprechung ab. Diese Seite kann das nicht entscheiden, sie kann nur zeigen, wo genauer hinzusehen ist.

Ersetzt der Check eine Beratung?

Nein. Der Check ist eine Lesehilfe und ausdrücklich keine Rechtsberatung. Verbindlich einordnen dürfen deinen Vertrag die Anwaltschaft und der Rechtsschutz von Gewerkschaften. Beides ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Check rote Punkte zeigt oder wenn du eine Klausel nicht verstehst.

Weiterlesen

Werkzeuge zu den einzelnen Klauseln

Der Check zeigt, welche Klauseln im Vertrag stehen. Für die Zahlen dahinter gibt es eigene Seiten.

Überstunden-Rechner

  • Was an Mehrarbeit zusammenkommt
  • Was die Abgeltungsklausel bedeutet
  • Rechnung im Browser, ohne Konto
Zum Überstunden-Rechner

Kündigungsfrist-Rechner

  • Die 3-Wochen-Frist nach Zugang
  • Fristende mit Wochenend-Regel
  • Rechnung im Browser, ohne Konto
Zum Fristenrechner

Für Beratungsstellen

  • Weitergabe und Ausdruck
  • Was mit den Daten passiert
  • Abgrenzung zur Rechtsberatung
Zur Seite für Beratungsstellen

Der Check bleibt hier, auch ohne App.

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